Sonntag, 25. November 2012

"Leben mit dem Tod" - Themenwoche bei der ARD


Die ganze Woche stand das Fernsehprogramm der ARD unter dem Motto "Leben mit dem Tod". Ich habe mir einige der Filme, Berichte und Dokumentationen angeschaut. Vieles hat mich tief berührt, anderes wiederum zum Nachdenken gebracht. Aber eins ist mir klar geworden, man sollte aus tiefsten Herzen dankbar sein, wenn man gesund ist und es nicht als Selbstverständlichkeit hinnehmen. Sich auf das konzentrieren was einen glücklich macht und was man hat statt seine kostbare Zeit mit Belanglosem zu verschwenden und sich über Kleinigkeiten aufzuregen.
Des weiterem habe ich durch diese Themenwoche auch etwas gelernt. Mir im Notfall selbst zu helfen anstatt die Entscheidung meinen Angehörigen aufzubürden. Ich habe mich für eine Patientenverfügung entschieden, die besagt, das im Fall der Fälle keine lebensverlängernde Maßnahmen ergriffen werden sollen. Durch diese Verfügung wahre ich mein Selbstbestimmungsrecht und überlasse diesen schweren Schritt nicht meiner Familie. Denn das wäre nicht fair.  
Wiso ich das mache, mit 36 Jahren? Ich möchte einfach nur, dass für den Ernstfall alles geregelt ist. Das nicht ein Arzt meinem Mann oder meinen Kindern die Frage stellen muss  "sollen wir die Maschinen abstellen" ?.

Ich weiß, der Tod ist in der heutigen Gesellschaft ein Tabuthema und trotzdem hatte ich das Bedürfnis hier darüber zu berichten.

Frage an Euch liebe Leser, habt ihr die Themenwoche in der ARD verfolgt  und evtl. auch Vorkehrungen getroffen?

UPDATE: Ich war sehr lange am überlegen, ob ich über dieses Thema blogge, aber anhand eurer Kommentare sehe ich, dass doch Interesse besteht... und ich alles richtig gemacht habe. Danke

Kommentare:

  1. Ich arbeite in einem Beruf wo der Tod alltäglich ist,mirfällt es nicht leid und oft stoße ich an meine Grenzen.
    Leider konnte ich nicht vieles bei der Themenwoche verfolgen,
    Patientenverfügung sollte doch jeder haben,
    Liebe Grüße

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  2. Ich habe leider die Themenwoche völlig verpasst- auch ich arbeite im selben Beruf wie Aze780...der Tod ist allgegenwärtig und ich habe ebenfalls vorgesorgt.

    Täglich habe ich Situationen vor Augen, in die möchte ich nicht geraten und auch solche Entscheidungen treffen zu müssen, ist unerträglich für die Familien.

    Jeder sollte sich mal einen Abend Zeit nehmen und sich Gedanken machen...

    Liebe Grüße

    Tante Trulla

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  3. Das erinnert mich gerade daran, daß wir für meine Mom diese Unterlagen besorgen wollten... Heute gehts ihr ja mit fast 76 noch ganz gut, aber das kann ja schnell anders sein.
    Ich hatte mit diesem Thema bislang nie was am Hut - wie man so sagt, aber im Februar verstarb mein Vater, dann mein Onkel und meine Oma ist auch schon jenseits der 100 Jahre... Ich denke selber oft darüber nach, was ist, wenn...
    LG

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  4. Wichtiges Thema, das oft verdrängt wird...
    LG
    Christiane
    http://bikelovin.blogspot.de/

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  5. Nachdem meine Mutter ohne Patienverfügung sieben Wochen lang gestorben ist, haben mein Mann und ich gleich eine Patientenverfügung und auch ein Testament gemacht. Erst wurden wir im Bekanntenkreis belächelt, inzwischen denken viele genauso. Wenn uns der Gedanke auch nicht gefällt: Der Tod gehört zum Leben.

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  6. Patientenverfügung ja die haben mein Mann und ich auch, wir haben uns bewußt dafür entschieden, denn nach dem Tod unseres Sohnes hatte sich viel in meiner Einstellung zu lebenserhaltenden Masnahmen geändert.
    liebe Grüße
    Ulrike

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  7. Ich persönlich schaue aus persönlichen Grünen kein ARD und NDR etc.
    Ich bin gerade mal 21. Mit 18 Jahre habe ich mir einen Organspendeausweis besorgt, ausgefüllt und seitdem ist es in meiner Geldbörse. Und über eine Patietenverfügung habe ich auch schon nachgedacht. Ich rede und denke auch nicht gerne an das Tod. Aber um so früher man sich damit befasst, was man machen kann umso besser. Dein Artikel finde ich ansonsten sehr gelungen!

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