Sonntag, 5. Juli 2026

Vorzeitige Blogpause

Normalerweise lege ich ja hier die ersten 2 Augustwoche eine kleine Blogpause ein und genieße meinen Urlaub mit meinen Kindern und sammle Ideen für neue Blogbeiträge. Aber manchmal kommt es anders als geplant. Es gibt Situationen bzw. es treten unverhofft Ereignisse ins Leben, mit denen man nicht gerechnet hat. Und so ergeht es mir derzeit, mich hat etwas so unvorbereitet getroffen, womit ich erst einmal klar kommen muss.

Ich werde nun all meine Zeit, Kraft und Energie investieren müssen in diese Angelegenheit, sodass ich den Blog schweren Herzens in eine unbegrenzte Pause schicken muss. Das Leben läuft eben nicht immer nach Plan...und dennoch versucht man, weiterhin positiv zu denken und das Beste daraus zu machen. Auch wenn es sich gerade anfühlt, als hätte mir jemand den Boden unter den Füßen weg gezogen.

Ich wünsche euch allen eine schöne Ferien- und Urlaubszeit und vor allem bleibt gesund. Es würde mich freuen, wenn ihr meinem Blog auch weiterhin treu bleibt. Natürlich werde ich eintrudelnde Kommentare beantworten, soweit es meine Zeit zulässt. Und wer weiß...wenn ich all das überstanden und verarbeitet habe, erzähle ich euch vielleicht sogar irgendwann mal davon.

In dem Sinne: "Versagen darfst du, aber niemals aufgeben." Mary Crawley



Sonntag, 28. Juni 2026

Mein Sommerlack 2026

*Beitrag enthält Werbung*

Wir schwitzen derzeit bei enormen 41 Grad und der Sommer macht von den Temperaturen her seinem Namen alle Ehre. Und bei dieser unerträglichen Hitze, versucht man so wenig wie möglich an Stoff auf dem Körper zu haben. So auch an den Füßen, ein paar Flip Flops und gut. Natürlich gehören schön lackierte Nägel dann einfach dazu. Und dieses Jahr fiel meine Wahl des Sommerlacks auf den Essence Lack fairy Shimmer. 

Ein Hauch von rosa Fliederfarbton durchzogen von goldenen Schimmerpartikeln. Die Mischung wirkt dezent und dennoch elegant. Er ist sehr gut zu jedem Outfit tragbar und schmeichelt den Füßen und verleiht ihnen Weiblichkeit und Akzente. Tragbar in jedem Alter.


Die Deckkraft ist sehr gut, sodass ein einmaliger Auftrag bereits völlig ausreicht, auch wenn ich aus Prinzip 2 Schichten auftrage. Auch die Haltbarkeit ist wie gewohnt bei Essence sehr gut, so zeigen sich die ersten Abplatzungen erst nach gut 10 Tagen. Der Lack fairy Shimmer ist vegan, ohne Parabene, ohne Nanopartikel und parfumfrei.

Die Flasche enthält 8 ml und ist für knapp 2,00 Euro zu haben. In jeder gut sortierten Drogerie und einigen Verbrauchermärkten.


Fazit: Ich mag diese Farbe sehr und sie passt wirklich super zum luftigen Sommerkleid, wie auch zur edlen hohen Absatzsandale. Ihr wisst, dass ich es eher dezent mag, deshalb die Frage, was sagt ihr zu diesem Farbton???


                                             * Eigenkauf *


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Mittwoch, 24. Juni 2026

Traumhafte Naturaufnahmen Teil 19

Nun ist der Sommer da und die doch recht hohen Temperaturen gemischt mit regelmäßigen Wasser von oben lassen die Natur in ihren schönsten Pracht erstrahlen, sodass ich mit dem Fotografieren nicht wirklich hinterher komme. Ein paar schöne Eindrücke vom Juni möchte ich euch heute gern zeigen.


Die Kastanien steht in voller Blüten, kräftig und stolz....ich mag den Duft der Blüten unheimlich gern, eine Mischung aus süß und nussig markant zugleich. Komisch dass man sie noch nicht für Parfums entdeckt hat. Ich denke, es wird im Herbst reichlich Kastanien geben dieses Jahr.


Weiß gesprenkelte kleine Sträucher säumen die Feldwege, ihre geometrische Perfektion erstaunt mich immer wieder. Es scheint sich um eine verwilderte Scharfgarbe zu handelt, aber gern lasse ich mich von euch auch eines Besseren belehren.


Auf meine pinkfarbene Rose bin ich besonders stolz, selten habe ich so einen kräftigen Farbton gesehen. Sie blüht dieses Jahr mehr als reichlich und begrüßt mich jeden Tag aufs Neue, wenn ich von Arbeit komme und zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Einfach zu Schade zum Anschneiden für die Vase.


Unser Walnussbaum ist schon sehr alt und die Ausbeute an Nüssen war die letzten Jahre eher mager. Aber anscheinend lag es an der Trockenheit, denn dieses Jahr wartet er auf mit Unmengen an Nüssen. Was mich erleichtert, denn den Großteil davon sammle ich für den Winter als Futter für die Vögel, die sie auch dankend annehmen.


Diese weißen zarten Blüten sind massenhaft zu entdecken und die Bienen sind fleißig bei der Arbeit, alles zu bestäuben. Ich verrate an dieser Stelle nicht um was es sich handelt. Bin gespannt, wer hier mit Pflanzenwissen präsent ist und mir sagen kann, um was es sich handelt. Kleiner Tipp am Rande, es ist essbar. 😆

Ich hoffe, euch hat dieser kleiner Rundgang durch meinen Garten und die Natur wieder gefallen und die Aufnahmen konnten euch begeistern. Und keine Angst, der nächste Teil folgt garantiert.





Mittwoch, 17. Juni 2026

2. Update zum Gartenexoten 2026

Das letzte Update zum Gartenexoten 2026 liegt nun gut 6 Wochen zurück und nachdem ich Ende April so enttäuscht war, dass sich nichts getan hatte, habe ich einfach einen Neuversuch gestartet und nochmals Samen in die Aufzugsbecher gebracht. In der Hoffnung beim 2. Anlauf würde sich was tun und sich evtl. doch die in oder andere kleine Aji Pinapple zeigen. Und nach fleißiger Pflege und Wassergabe hat sich dann doch ein Korn erbarmt zum Leben zu erwachen.


Ich konnte es kaum glauben, als ich dieses zarte hellgrüne Pflänzchen entdeckt habe....vielleicht habe ich ja doch Glück und kann am Ende die begehrten Ananas-Chili Früchte ernten. Da nun schon Juni ist, wird sich das natürlich dann bis in den Herbst hineinziehen, aber ich bin guter Dinge, dass ich euch evtl. doch noch in den Genuss komme, Ananas-Chili zu essen. Wahrscheinlich dann aber nach dem Motto "Klein aber fein".  Sicherheitshalber wird die Pflanze ihr Dasein im Gewächshaus haben, falls der Herbst dann schnell kommt und kalte Nächte bringt.

Ich war schon so enttäuscht vom Verlauf des diesjährigen Gartenenexot, aber es zeigt sich mal wieder: Aufgeben ist keine Option.
 
Also drückt mir weiterhin die fest die Daumen, dass mir wenigstens diese eine Pflanze erhalten bleibt...




Sonntag, 14. Juni 2026

Das kleine Haus Gottes

Als ich mir dieses traumhaft verwunschene Grabmal angeschaut hatte, habe ich mich auf der Rücktour total verfahren und entdeckte in einem kleinen Dorf eine Kirche, die gleich meinen Blick auf sich zog, da sie vergessen wirkte. Jedenfalls notierte ich mir den Namen des Ortes und fuhr nach Hause, da mir keine Zeit zur Erkundung mehr blieb. Dies holte ich am Männertag mit meiner Tochter nach, da wir beide an diesem Tag frei hatten. 

Die Kirche aus den Anfangsjahren des 18. Jahrhunderts steht inmitten einem winzig kleinen Friedhofs und sie besteht aus roten Sandstein, der Kirchturm wurde bereits entfernt, da sie einsturzgefährdet ist und Bauzäune sie absperren. Und dennoch war unsere Neugierde so groß, dass wir ein offenes Fenster entdeckten und auf eigene Gefahr das Gotteshaus auf diesem Wege betraten.

Und dann steht man auf einmal mitten im Kirchenschiff und es entlockte einem ein "Wow", denn die Kirche ist noch komplett eingerichtet. Bänke und Altar sind in weiß gehalten, was wunderschön aussah.


Die Stuckdecke und auch die Orgel sind in sündenreinen Weiß gehalten, eigentlich wirkt alles aufgrund des massiven Holzes noch recht stabil im Inneren. Es strahlte alles einen unheimliche Stille und Frieden aus.


Über dem kleinen Altar befand sich die Kanzel, sodass der Pfarrer direkt zu seinen Gemeindemitgliedern sprechen konnte aus der Mitte heraus. Die angebrachten geschmiedeten Eisenteile in Pechschwarz lassen den Altar märchenhaft erscheinen.


Welche Lieder beim letzten statt gefundenen Gottesdienst gesungen wurden, kann man sogar noch nachvollziehen, denn Notenblätter liegen frei sichtbar da, wann das war - konnte ich aber nicht in Erfahrung bringen.


Begleitet wurden die Kirchengänger bei ihrem Gesang durch die Orgel, die leider nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Aufgrund der Form des Gebäudes hat es sich aber bestimmt traumhaft schön angehört. Ein zweites Musikinstrument befand sich rechts neben dem Altar, was wahrscheinlich auch sehr oft zum Einsatz kam.


Solche uralten Klangkörper sind wahrscheinlich ein Vermögen wert und werden hier einfach sich selber überlassen, was traurig ist. Ich denke, es würde das Herz so manchem Sammlers höher schlagen lassen. Auch wenn die Kirchenspitze und Glocke bereits abgetragen wurden, wagten wir den Turmaufstieg und wurden mit traumhafte Anblicke belohnt.


Der Stuhl vor dem wunderschönen Fenster lud regelrecht zum Verweilen ein, wahrscheinlich gehörte er dem Orgelspieler. Es war bestimmt ein traumhafter Anblick damals, als die bunte Bleiverglasung noch vorhanden war. Aber auch in diesem Zustand hat es nichts von seiner Schönheit verloren.


Durch die Hauptfenster kämpft sich nun mit aller Kraft das Efeu, was am Ende auch gewinnen wird. So wird es nicht mehr lange dauern, und die Fenster werden bersten, sodass Wind und Wetter dem Gebäude den Rest geben werden. Die Spinnweben geben dem Anblick das Besondere.


Ich mag es einfach Fenster in verfallenen Zustand auf Foto fest zuhalten, sie sind immer der beste Beleg für den Blick in die Vergangenheit. Ich haben so viele Aufnahmen, dass ich bereits einen Fotoband rausbringen könnte. Und so habe ich auch dieses Kirchenfenster an der Ostfront des Gebäudes die letzte Ehre erwiesen.


Mit einem letzten Blick auf diesen wunderschön gestaltenden Altar beendeten wir unsere Erkundung der Kirche. Die wahrscheinlich irgendwann dem Erdboden gleich gemacht wird, denn entweiht wurde sie bereits. So unentdeckt wir wir gekommen sind, haben wir diesen gesperrten Ort auch wieder verlassen. Uns begeisterte dieser Lost Place auf ganze Linie und der Besuch hatte sich mehr als gelohnt.

Die Kirche trug den Namen St. Aegidien, benannt nach einem der 14 Nothelfern, die Schutzpatronen im Mittelalter. Diese Gruppe bestand aus 11 Männern und 3 Frauen. Mehr konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. 





Sonntag, 7. Juni 2026

Die Wechseljahre

Ich habe immer recht wenig Interesse bzw. Verständnis für das Thema "Wechseljahre" und die daraus resultierenden Symptome gehabt, naja ich war jung und dachte - die übertreiben alle. Aber nun mit Anfang 50 muss ich sagen, es ist wirklich ein nicht gerade einfacher Lebensabschnitt. Auch ich habe immer mehr mit körperlichen und seelischen Problemen zu kämpfen, die meine Lebensqualität dann doch schon einschränken. Medikamente und Hilfsmittel gibt es einige, wobei man zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde unterscheiden muss.

Der Großteil der Frauen greift hierbei auf Hormonpräparate zurück, die dem Körper fehlende Hormone zufügt und somit einen nicht mehr regelmäßigen Zyklus normalisieren oder ihn komplett zu unterdrücken. Sodass andere Symptome der einsetzenden Wechseljahre nicht auftreten. Leider haben solche Mittel auch Nebenwirkungen, wie Thrombosegefahr, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Erhöhung des Krebsrisikos. Wem das Durcheinander der Monatsblutung nicht stört und nur die anderen recht nervenden Begleiterscheinungen der Wechseljahre lindern möchte, kann zu natürlichen Mitteln greifen.

Mischungen aus Vitaminen, Mönchspfeffer, Hopfen, Salbei, etc. steigern das Wohlbefinden auf rein natürliche Art und Weise. Denn in dieser Lebensphase braucht der weibliche Körper andere Vitamine und Nährstoffe. Somit lindert man auf körperschonende Weise Symptome wie Hitzewallungen, Konzentrationsschwächen, Schlafstörungen und die berühmte Gereiztheit. Davon kann ich selber ein Lied singen, denn ich merke - wie kurz derzeit oft meine Zündschnur ist und ich ausflippen könnte, schon bei Kleinigkeiten. Nebenwirkungen haben diese Produkte keine, somit wird der weibliche Körper nicht noch zusätzlich belastet oder einem Risiko ausgesetzt für spätere schwerwiegende Erkrankungen. Seit ich diese Produkte nehmen geht es mir wirklich spürbar besser und ich fühle mich energiegeladener und ausgeglichener. Klar ist, ich stehe erst am Anfang dieser Phase in den Lebensabschnitt der Unfruchtbarkeit, dennoch möchte ich nichts meiner Lebensqualität einbüßen.

Die Wechseljahre sind auch in der heutigen recht modernen Zeit noch weitgehend ein Tabuthema und dennoch interessiert mich eure Meinung dazu, wie ihr sie erlebt habt oder zu welchen Mitteln ihr aktuell greift. 




 

Mittwoch, 3. Juni 2026

Traumhafte Naturaufnahmen Teil 18

Derzeit bin ich aufgrund des tollen Wetters soviel in der Natur unterwegs, dass ich alle paar Minuten meine Kamera in die Hand nehmen könnte, weil es immer wieder was zu entdecken gibt. Und deshalb folgt heute der Teil 18 zur Blogreihe "Traumhafte Naturaufnahmen". Den Anfang macht die Apfelblüte.

Die Apfelbäume schmücken derzeit ein Meer aus weißen Blüten, die einfach nur traumhaft schön sind und eine reichhaltige Ernte versprechen. Jetzt müssen nur noch die Bienen fleißig ihre Arbeit verrichten. 

Der Löwenzahn ist längst verblüht und schon kräftig damit beschäftigt, seinen Samen für die kommende Saison durch den Wind verteilen zu lassen. Als Kind war es ein Muss, den Pflanzen dabei zu helfen in dem man durch Pusten die kleinen Samenschirmchen auf den Weg brachte. 

Knallig lilafarbene Blüten dieser Pflanze zeigen die wahre Schönheit von Blumen, auch wenn ich nicht sagen kann, um welche Art es sich wirklich handelt. Ich habe sie nur auf einer meiner letzten Radtouren entdeckt.

Dieses Distelgewächs habe ich am Feldwegrand bei meiner täglichen Hunderunde gefunden. Es hat einen Durchmesser von mehr als einen Meter. Ich habe extra eine Löwenzahnblüte in die Mitte gelegt, damit ihr eine Vorstellung von der enormen Größe habt. Jetzt fängt sie an in die Höhe zu gehen und wird wahrscheinlich auch blühen. Habe ich noch nie gesehen, ob sie vielleicht invasiv ist, kann ich nicht sagen.


Meine selbst gezogenes Aprikosenbäumchen hat nun nach vielen Jahren die ersten Früchte und ich bin völlig aus dem Häuschen, dass sich die Geduld über 5 Jahre gelohnt hat. Nun müssen sie nur noch groß und süß werden. Insgesamt habe ich 23 Aprikosen gezählt 😋

Die letzte Aufnahme zeigt eine Hauswand mit toten Geflecht einer Kletterpflanze. Auch so was ist leider Realität in der Natur, dass ein Gewächs den Winter nicht übersteht. Und trotzdem sieht es irgendwie schön aus, denn es zeigt auf ihre eigene Art die Vergänglichkeit.

Ich hoffe, euch hat der heutige Ausflug in die Natur wieder gefallen - und ich konnte euch für einen kurzen Moment eine kleine Auszeit aus dem stressigen Alltag mit den Bildern schaffen.


 

Sonntag, 31. Mai 2026

Thierry Mugler Gewinner

Gestern endete nun mein Thierry Mugler Gewinnspiel anlässlich des Muttertages. Und die rege Teilnahme hat mich wieder sehr gefreut. Auch fand ich eure Antworten auf die Gewinnspielfrage "Was ist euer Lieblingsduft?" mehr als interessant. Denn die Marken und Düfte waren doch recht unterschiedlich, es waren sogar einige dabei, die ich noch gar nicht kannte und mich neugierig gemacht haben. Aber nun gut der vielen Worte, hier kommt der Gewinner des schönen Thierry Mugler Pakets.



Ich gratuliere dir recht herzlich, liebe Edeline. Du bekommst auch zeitnah noch eine Mail von mir zwecks Abfrage der Versandadresse. Ich wünsche dir unheimlich viel Spaß mit deinem Gewinn.

Bei allen anderen bedanke ich mich für die Teilnahme und nur soviel sei verraten, es ist nicht das letzte Gewinnspiel hier auf meinem Blog. Also schaut einfach regelmäßig wieder bei mir vorbei.




Sonntag, 24. Mai 2026

Das besondere Grabmal

Als ich endlich mal ein paar Tage frei hatte, habe ich mir ein ganz besonderes Grabmal angeschaut, dass längst vergessen ist und nur durch Insider und Interessierte besucht besucht wird, die die Schönheit der Vergangenheit bewundern wollen. Es war auch nicht leicht es schnell zu finden, denn die Natur hat bereits vieles wieder in ihren Besitz genommen.


Die gepflasterte Steintreppe ist noch sehr gut zu erkennen und somit wusste ich schnell, dass ich auf dem richtige Weg war. Es war ein toller Anblick und ein gutes Gefühl jede Stufe empor zu steigen.


Irgendwann abseits der Wege entdeckte ich die ersten uralten Gräber, die mit Eisenzäunen umgeben waren, so wusste ich - dass ich in etwa die richtige Richtung eingeschlagen hatte.


Nach gut einer Stunde des Kampfes durch das Dickicht stand ich vor einem sehr langen halb umgefallen Zaun und wusste, ich habe es es gefunden und muss die Familiengrabstätte nur noch betreten.


Endlich sah ich die Säulen die die Außenseiten des Grabes darstellten und ich fühlte mich gleich in eine andere Zeit versetzt.


Um so näher man kam, desto imposanter wirkten die Reste des Bauwerkes, an dem man noch schöne Details sehen konnte. Die Säulen sind noch immer stabil und strahlen Stärke aus.


Dann endlich stand ich davor und mir entlockte es nur ein Wow, zwei weibliche Statuen halten das imposante Grabmal, das bereits 1868 errichtet wurde für eine bedeutende Unternehmerfamilie in diesem Ort. 


Die Inschrift der hier begrabenen Personen ist leider nicht mehr vorhanden, sodass es nun nur noch ein anonymes Grab ist und die Menschen längst vergessen. Nur die zwei steinernen Frauen wachen über sie.


Die komplette Grabstätte wirkt wie nie fertig gestellt, aber ich denke eher -  dass hier Raubbau begangen wurde und einiges an Steinen eine andere Verwendung fanden, vielleicht nach den zwei Weltkriegen.


Ein Familienmitglied wurde abseits des Bauwerkes beigesetzt, warum auch immer...vielleicht handelte es sich um die "böse Stiefmutter"😏 meine Recherche in diese Richtung verlief erfolglos.


Die Überreste des Bauwerkes sind nun fast 160 Jahre alt und dennoch kann man die Perfektion und Baukunst der damalige Erbauer noch sehr gut erkennen. Auch wenn es nun bald komplett von der Natur überwuchert sein wird.


Eine seit Jahrzehnten überlieferten Legende nach, hört man in dunklen klaren Nächten die weiblichen Statuen weinen, die so noch immer die Trauer über die Verstorben ausdrücken soll. Austesten möchte ich es nicht, denn es war bereits am hellichten Tage ein regelrechter Kampf sich durch die Wildnis zu kämpfen...nachts kann das sehr Böse enden.  

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Besuch die außergewöhnliche Schönheit von Grabmälern näher bringen, die auch in diesem Zustand irgendwie noch wunderschön sind und eine regelrechte Magie ausstrahlen.




Dienstag, 19. Mai 2026

Die Aprikose

Mit Schrecken musste ich feststellen, dass ich die Blogreihe "Spannende Fakten aus dem Garten" seit November 25 total aus den Augen verloren habe, warum auch immer. So ist es mehr als überfällig hier mal wieder etwas interessantes zu erzählen. Und dieses Mal habe ich  mich für die Aprikose entschieden, denn auch sie wartet mit vielen Fakten auf.

Meine eigenen Früchte sind zwar noch recht klein, aber dennoch passen sie perfekt als Bildgeber. Kommen wir nun zu den Fakten:


  • die Aprikose trägt den lateinischen Namen Prunus armeniaca
  • sie gehören zu den Rosengewächsen
  • es gibt sie als Strauch und als Baum mit einer Höhe bis 6 Meter
  • weltweit gibt es 20 verschiedene Sorten
  • bei einem optimalen Standort werden sie bis zu 40 Jahre alt
  • ursprünglich stammt sie aus Armenien
  • die größten Anbaugebiete gibt es in Ungarn, Italien und der Türkei
  • der Kern wird aufgrund seiner Bitterstoffe zur Herstellung von Persipan und Amaretto verarbeitet
  • Aprikosenkernöl ist auch ein beliebter Inhaltsstoff in Kosmetik und pflegt die Haut intensiv
  • in Europa waren sie eher als Aphrodisiaka bekannt und spielen in diesem Zusammenhang sogar eine Rolle bei Shakespeares "Ein Sommernachtstraum"
  • symbolisch steht sie in China für weibliche Schönheit


Nun bin ich mal wieder sehr gespannt, wer von euch Lesern alles wusste oder vielleicht noch den ein oder anderen spannenden Fakt beisteuern kann.

Jetzt warte ich auf die Reifung meiner eigenen Aprikosen und werde sie mir dann schmecken lassen. 






Dienstag, 12. Mai 2026

Beginn der Radsaison

Nun sind die Temperaturen angenehmer und die Tage werden immer länger. Es zieht einen regelrecht nach draußen in die Natur. Und da ich mich sehr gern bewege, kommt nun auch mein Rad wieder zum Einsatz. Ich bin aber eher der altmodische Fahrtyp, der sich noch mit reiner Muskelkraft bewegt und in die Pedale tritt. Mit einem E-Bike kann ich nichts anfangen, ich liebe mein Mountainbike einfach zu sehr.

Immer wenn das Wetter mitspielt und nichts anderes anliegt, schwinge ich mich sonntags auf mein Rad und fahre gut 10-15 km ganz für mich allein. Gut ausgebaute Radwege an der Saale lang gibt es hier, sodass man schön in der Natur unterwegs ist. Mir tut das körperlich und vor allem seelisch sehr gut. Die Ruhe und die frische Luft sind ein perfekter Ausgleich zu meinem doch recht stressigen Beruf im Gesundheitswesen. Bei meiner Tour vergesse ich die Zeit und bereite mich so immer mental auf die kommende Arbeitswoche vor.

Mein Junge lernt gerade KFZ-Mechatroniker und kümmert sich um die Sicherheit meines Rades und hat es auch jetzt wieder perfekt für die Saison vorbereitet und so stehen den ersten längeren Touren auch nichts mehr im Wege. Und ich muss sagen, es machen mir doch recht viele nach, denn man trifft immer jemanden den man kennt und noch einen lockeren Plausch machen kann, auch wenn der Großteil von ihnen auf E-Bikes unterwegs ist 😏

Wie sieht es bei euch aus, habt ihr überhaupt noch ein Fahrrad bzw. nutzt es regelmäßig?




Mittwoch, 6. Mai 2026

Die Lungenklinik im Harz

Ich wohne knapp 2 Stunden vom Harz entfernt und dort in den tiefen Wäldern gibt es unheimlich viele Lost Place, die längst vergessen sind. So führte uns unsere Tour im Februar zu einer Lungenklinik, die bereits 1896 erbaut wurde. Viel haben wir nicht erhofft von den Ruinen noch zu sehen, aber am Ende hat sich die Entdeckungsreise dann doch gelohnt.

Nach einer wirklichen Irrfahrt durch den Wald fanden wir das längst verlassene Objekt, still schweigend auf einer Berghöhe. Damals wurden hier vorrangig Bergleute behandelt, die aufgrund ihrer Arbeit unter Tage an Lungenkrankheiten litten.

Die Gebäude sind sehr stark verfallen, da sie seit den 1990er Jahren leer stehen und bereits mehrere Feuer gewütet haben. Über 3 Stockwerke zog sich die Heilanstalt mit Unmengen an Patienten- und Behandlungszimmer.


Blau geflieste Räume mit Halterungen für Röntgengeräte zeigen deutlich, dass es sich um eine medizinische Einrichtung handelte. Alles was man noch zu Geld machen konnte, wurde längst entwendet.

Während der Weltkriege wurde die Klinik umfunktioniert zum Lazarett für verwundete Soldaten und danach weiter genutzt von der Sowjetarmee - immer im medizinischen Bereich.

Nach 1960 wurde es dann eine Spezialklinik für querschnittsgelähmte Patienten, die hier auf ihre neue körperliche Situation vorbereitet werden sollten.

Ein integriertes Schwimmbad sollte durch Wassergymnastik die verbleibenden Muskeln stärken und erhalten. Leider ist dies nun schon mehrere Jahrzehnte her, dass hier mal Wasser drin war.

Große lichtdurchflutete Gemeinschaftsräume sollten den Klinikaufenthalt angenehmer machen für die Patienten, die riesigen Fensterfronten ermöglichten den Blick auf den Wald.

Der Speisesaal ist nur noch zu erahnen, denn auch hier haben Wind, Wetter und Vandalismus ihre Spuren hinterlassen.

Die wahnsinnig langen Gänge zeigen die enorme Größe der Klinik, die damals sehr viele Menschen einen Arbeitsplatz garantierten. Jetzt ist hier nur noch der Wind unterwegs. 

Jedes Patientenzimmer bot einen Blick in den Harz, nicht ein Raum war auf den trostlosen betonierten Innenhof ausgerichtet - sehr gut durchdacht damals.

Die Sporthalle im Obergeschoß ist nur noch ein Schatten seiner selbst, das Dach ist kaputt und es regnet ständig rein. Nur mit großer Vorstellungskraft kann man sich ausmalen, wir hier Patienten sich körperlich betätigten.

Manche Fenster wirken wie aus einem Horrorfilm und strahlen doch eine Art Schönheit aus...die kleinsten waren in den Vorratsräumen zu finden, die trostlos und dunkel waren. 

Durch waghalsiges Klettern konnte ich dieses Foto machen um den Zustand von Außen zu zeigen, wie sehr die Gebäude bereits zerfallen sind. Und ich habe diese Aktion sogar unbeschadet überlebt. 

Am Ende haben wir das Gelände gut 3 Stunden erkundet und uns vorgestellt wie es wohl damals mal aussah. Die Stille und das völlige Alleinsein war in manchen Situationen schon sehr beklemmend. Und trotzdem war es eine sehr interessante Reise in die Vergangenheit. Ich hoffe, ich konnte euch virtuell wieder mitnehmen zu diesem Ort und euch die Geschichte und Schönheit des Verfalls näher bringen.