Leider wurde ich bitter enttäuscht und sehe in diesen Tagen wieder genau die selben Bilder, dies nun schon zum zweiten Mal. Und das in einem Zeitraum von gut 10 Jahren. Es kommt einen vor wie ein Dèjà vu - Erlebnis. Es ist wirklich erschreckend, was Wasser für eine zerstörerische Kraft entwickeln kann.
Und man fühlt sich klein und hilflos. Den Kindern hatte ich viel davon erzählt, natürlich konnten sie sich das nicht wirklich vorstellen. Die staunenden Augen jetzt von Ihnen zu sehen, wenn sie diese Wassermassen mit Getöse an sich vorbei ziehen sehen, macht schon Angst vor der Zukunft.
Was kommt da noch? Was haben wir falsch gemacht? Sind wir wirklich allein Schuld an den Ausmaßen, weil wir die Flüsse eindämmen um Bauland zu gewinnen? In wie weit spielt der Klimawandel bei solchen Katastrophen eine Rolle? Fragen über Fragen, die keiner beantworten will oder kann.
Am schlimmsten an dieser ganzen Situation für mich ist aber dieser verdammte Katastrophen-Tourismus. Da sind auf der einen Seite Menschen, die versuchen mit allen Mitteln Ihr Hab und Gut zu retten. Setzen nicht selten ihr Leben dafür aufs Spiel. Auf der anderen Seite stehen die Schaulustigen auf den Brücken und machen Fotos oder drehen Video, zoomen auf die entsetzten Gesichter der Leidtragenden, anstatt mit anzupacken.
So was macht mich einfach nur wütend und traurig. Ich zweifle wirklich daran, dass es heutzutage noch Menschlichkeit gibt. Gerade weil die derzeitige Prognose sehr düster aussieht und wir die Pegelwerte von 2002 wohl übertreffen werden.






