So holte uns die Sparmaßnahme von damals bei der Sanierung schnell ein...denn die Wandfliesen gibt es nicht mehr zu kaufen, sodass eine Alternative her musste. Und mein Mann hatte einen tollen Vorschlag. Wie wäre es mit einer Verkleidung aus Schiefersteinplatten? Mit gefiel die Idee, sodass es bei einigermaßen schönem Wetter mit den Rädern in den nahe gelegenen alte aufgegebenen Steinbruch ging und wir uns passende Platten in verschiedenen Farben und Formen suchten. Auch die Kinder waren voller Elan dabei und suchten währenddessen Fossilienabdrücke zwischen den Schichten :-)
Als wir alles nach Hause transportiert hatten, ging es auch schon los, die Platten wurden erstmal angeordnet, damit es auch optisch zusammenpasst, man kann das fast mit Puzzeln vergleichen. Das sah schon mal richtig gut aus.
Als alle Steinplatten dann so lagen wie es uns gefiel, waren sie auch recht fix verklebt und verfugt. Aber dann kam das erste Problem, wie bekommen wir die Löcher in die Steine für die einzelnen Teile der neuen Armatur. Da wir nicht das optimale Steinwerkzeug hatten, gingen sehr viele Platten zu Bruch, sodass wir uns dann entschieden, einfach kleinere Plattenstücke so anzuordnen, dass sie um die einzelnen Armaturteile liegen.
Der nächste Punkt war das verfugen und lackieren dieser Flächen, denn wenn die neue Badarmatur erstmal verschraubt ist, würde das nicht mehr so einfach möglich sein. Nach diesem Schritt und der Lackierung kam auch die tolle Maserung der Steine zum Vorschein.
Dann ging das Gefummel erst richtig los, es musste die neue Armatur mit all den Schläuchen verbunden werden, klingt einfach, war es aber nicht - da der Schacht für das Innenleben gerade mal 8 cm breit ist. Natürlich waren wir auch da einfallsreich und haben einfach Bücher genutzt um mehr Arbeitsfreiheit zu erlangen, denn die Deckplatte wog durch die Steine gute 10 Kilo, die auf Dauer keiner lange halten konnte zum Verschrauben all der Teile ;-)
So blieb das abstrakte Gebilde auch erst einmal einige Tage stehen um zu sehen, ob alles dicht ist, denn bekanntlich sucht sich Wasser seinen Weg. Danach wurde die perfekt angepasste Platte nur noch eingesetzt und die Fugen mit grauem Silikon verfüllt, sodass man jederzeit wieder die Möglichkeit hat die Armaturplatte zu lösen (wir haben ja dazugelernt). Als letzter Schritt wurde die gesamte verkleidete Fläche nochmal mit Schutzlack versehen und fertig war unser neues Unikat.
Und wie gefällt es euch, es müssen doch nicht immer Fliesen sein im Bad, oder???











