Heute folgt nun der dritte und letzte Teil von dem aufgegebenen Friedhof den ich letztes Jahr im Spätherbst besuchte. Er war so dermaßen groß, dass es wahnsinnig viel zu entdecken gab, was ich nicht in einem Blogbeitrag verarbeiten konnte. So sind es am Ende 3 Teile mit wundervollen Fotoaufnahmen geworden.
Dieser weiße Stein ist stark verwittert und dennoch sieht man viele schöne heraus gearbeitete Details, wie den Flügel des Engels auf der Frontseite. Mit dem Efeubewuchs hat er etwas märchenhaftes an sich und wirkt irgendwie verwunschen.
Kein Stein gleicht dem anderen, nur die Verwitterung haben sie gemeinsam, Inschriften sind längst nicht mehr zu erkennen, es sind einfach nur noch stumme Mahnmale.
Selten steht ein Stein noch kerzengerade, die Natur - genauer gesagt das wuchernde Efeu zwingt mit den vielen Jahren alles in die Knie und wird es am Ende komplett überwuchern und für das Augen nicht mehr sichtbar machen.
Glaseinsätze mit Gravuren der Verstorbenen schien auch mal im Trend gewesen zu sein vor sehr langer Zeit. Leider haben Wind und Wetter diese Scheiben längst zu Bruch gehen lassen, sodass man nur noch kleine Informationen zum Verstorbenen erhalten kann.
Eine meiner Lieblingsaufnahmen, die zeigt, wie Natur und massiver Stein eins werden über viele Jahrzehnte. Traurig auf der einen Seite aber wunderschön anzusehen auf der anderen. Da bekommt der Satz "Ewige Ruhe" gleich eine ganz besondere Bedeutung.
Stellenweise war mehr als ein Blick notwendig um die Schönheit eines Steines noch erkennen zu können. Als er damals im Trauerfall aufgestellt wurde, war er bestimmt an Pracht und Schönheit kaum zu überbieten.
Die letzte Aufnahme zeigt ein Kindergrab auf dem sogar noch verwilderte Blumen gedeihen und kräftig blühen im Spätherbst. Es sieht fast so aus, als würde es sich mit aller Macht gegen das Vergessen wehren. Einen Stein hat es nicht mehr und dennoch grenzt es sich deutlich von der Umgebung ab. Wie ein kleines Wunder an dieser längst vergessenen Ort.
Ich hoffe ihr habt diesen Rundgang wieder mit Interesse verfolgt und könnt meine Gedankengänge und Gefühle nach vollziehen. Ich werde diesen Ort garantiert nochmal besuchen, denn alles habe ich noch nicht erkundet, das Areal ist einfach zu riesig. Habt ihr Interesse an einem weiteren Teil zu diesem aufgegebenen Friedhof???










So wirklich verwildert sieht das letzte Grab gar nicht aus. Woran machst du das aus, dass es sich um ein Kindergrab handelt? Sieht so aus, als ob ganz vorn ein normaler Blumentopf steht. Man könnte meinen, dass da jemand erst recht neu Pflanzen eingepflanzt hat. ;-)
AntwortenLöschenIch finde die Reihe spannend.
Finde es auch selbst spannend, auf solchen Friedhöfen umher zu gehen.
Liebe Grüße
es liegt komplett in der verwilderten Landschaft und ist sehr klein von den Maßen her, deshalb bin ich davon ausgegangen, dass es ein Kindergrab sein muss.
LöschenJa liebe Romy, ich glaube Dir gerne dass Du an den Soldatengräbern lange gestanden bist, ich habe die Fotos allesamt auch lange angeschaut. So abgelegen und wie Du schreibst dass man sich durch Dickicht kämpfen muss um hinzukommen ist es schon erstaunlich dass diese Gräber überhaupt noch gepflegt werden ! Hut ab!!
AntwortenLöschenLieben Dank und liebe Grüße
Kerstin und Helga
ich erkunde unheimlich gern solche Orte, sie erzählen auch in diesem Zustand noch unheimlich viele verschiedene Geschichten.
Löschen...this lovely old cemetery is becoming a sea of ivy!
AntwortenLöschenAnd it is beautiful in its own way to observe the change.
LöschenDa hast du wieder deinen Blick für das Besondere bewiesen. Sehr schöne Aufnahmen. LG Delia
AntwortenLöschenfreut mich sehr, dass dir die Aufnahmen so gut gefallen.
LöschenMe gusta el jardín y las hiedras. Te mando un beso.
AntwortenLöschenSiempre es muy agradable visitar estos lugares.
LöschenIch finde es immer wieder faszinierend an die vergessenen Orte zu folgen, auch auf den Friedhof es hat zwar auch immer etwas beschauderndes auch wenn ich selbst an so einen Ort gehe aber es ist auch immer wieder interessant und mystisch. Gerne mehr davon! LG Edeline
AntwortenLöschenich finde verlassene und vergessene Friedhöfe interessanter als aktuell genutzte Bestattungsstätten.
LöschenFotos wie Bilder von Caspar David Friedrich in ihrer Verfallenheit und Romantik.
AntwortenLöschenZum "Trost" gegen das "Vergessen" möchte ich hier anmerken, dass es in unserer Region den alten Brauch der Totenbretter gab, auf denen die Verstorbenen aufgebahrt wurden. Die Bretter wurden dann bei Kapellen oder so aufmontiert und es hieß, erst wenn das Brett verwittert ist, steigt der Tote in den Himmel auf. Von daher haben auch sie Reichen sich ihre Totenbretter aus möglichst schlechtem Holz anfertigen lassen.
dieser alte Brauch klingt wirklich sehr interessant, dazu werde ich mal recherchieren und mich etwas belesen. Danke dafür.
LöschenDas muss ein wirklich sehr großer Friedhof sein. Auch dieser 3. Teil ist interessant., so zwischen den vergessenen und den wenigen noch gepflegten Grabstätten.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
er ist wirklich riesig, so dass ich garantiert noch mal eine Tour machen werden und bestimmt noch so einiges entdecke.
LöschenWieder hast Du sehr berührende Fotos der Gräber und des Friedhofes gezeigt. Die Vergänglichkeit der Gräber und gleichzeitig die Lebendigkeit des Efeus, das ist schon beeindruckend.
AntwortenLöschenDass jemand die Gräber der gefallenen Soldaten pflegt, ist tröstlich. Wie Du schon schreibst, das darf nicht vergessen werden. Wird es eh schon viel zu viel...
Ich würde mich freuen, wenn Du uns bei Deinem nächsten Besuch dort auch "mitnimmst".
Herzlich
Sieglinde
ja solche Soldatengräber sind ein Teil unserer Geschichte und dürfen nicht vergessen werden. Ich persönlich finde es toll, dass sich noch jemand darum kümmert.
LöschenLiebe Romy, ich kann mir gut vorstellen, dass auch ich gern diesen Ort erkunden und erfühlen würde - er hat eine besondere Ausstrahlung und Schönheit. Und er zeigt uns, was wir letztendlich alle sind: Teil der Natur.
AntwortenLöschenAlles Gute, Traude
https://rostrose.blogspot.com/2026/01/reisebericht-2025-drei-parks-am.html
das wir nur ein Teil der Natur sind...das hast du wirklich sehr schön gesagt.
LöschenIch mag es so unheimlich, wie du die Bilder beschreibst, als wäre man direkt dabei. Danke dafür. LG Nadja
AntwortenLöschendanke für das Kompliment, dass freut mich unheimlich.
LöschenHey, irgendwie sieht das wunderschön aus, trotzdem habe ich weiterhin sehr viel Respekt (im Sinne von etwas "vergruselt") auf Friedhöfe zu gehen. Das fällt mir wirklich schwer.
AntwortenLöschenLiebe Grüße!
vielleicht solltest du dich einfach mal drauf einlassen und nimmst jemanden mit.
LöschenWunderschön traurig und die Zeit nimmt sich mit der Natur den Grabsteinen. Ich fotografiere auch sehr gerne auf historischen Friedhöfen und genieße die Ruhe dabei.
AntwortenLöschenHerzliche Grüße von Senna
ich finde die Ruhe dort total entspannend, irgendwie verleiht mir die Zeit dort auch wieder neue Energie für den Alltag.
LöschenDas war wieder ein sehr Interessanter Spaziergang mit dir durch den alten Friedhof. Du hast wieder so viele schöne Entdeckungen gemacht. Und die letzten Bilder haben mich auch überrascht. Ich würde gerne noch einen weiteren Spaziergang mit dir einen durch den Friedhof machen.
AntwortenLöschenLiebe Grüße von Heidi
ich habe mir auch vorgenommen, ihn nochmal zu besuchen - sobald das Wetter und meine Zeit es zulassen.
LöschenDankeschön, habe heute direkt die erste Wäsche damit gemacht =) Oh beim nächsten Mal wieder.
AntwortenLöschenEin wirklich toller Post, ich finde Friedhöfe eh immer super spannend. Die Bilder sehen auch sehr toll aus, würde mich über einen weiteren Teil freuen. Lg
bei der enormen Größe wird es mit einem weiteren Besuch auch nicht getan sein, es gibt so wahnsinnig viel noch zu entdecken.
LöschenAuch der dritte Teil ist sehenswert, mitsamt deinen Texten. Irgendwie passt das Thema zum Januar, wo der Tod auch in der Natur allgegenwärtig ist. Überraschend dann das gepflegte Grabmal der Soldaten, ganz erstaunlich und wunderschön präsentiert!
AntwortenLöschenLG Werner
ich möchte vielleicht, wenn es es zeitlich schaffe noch einige Winteraufnahme machen, wo alles unter einem Hauch von Schnee liegt. Das Areal der Soldaten hat mich sehr berührt.
LöschenHallo liebe Romy,
AntwortenLöschenich habe mittlerweile auch schon ein paar Friedhöfe besichtigt, die wirklich sehr imposant daherkamen.
Dieser hier scheint ein ganz besonderer gewesen zu sein. Magst du erzählen, wo er sich befindet?
Du hast Fotos von Gräbern gemacht, die alleine mit ihrem Anblick Geschichten erzählen. Vielen Dank fürs Teilen.
Ich wünsche dir einen entspannten Sonntag.
Liebe Grüße
Tanja
man verrät solche Orte eigentlich nicht, da sie geschützt bleiben sollen vor Vandalismus. Nur so viel sei verraten, im Herzen von Sachsen-Anhalt in der Nähe von Bernburg.
LöschenWas für ein wunderschöner Friedhof! Allein die Fotos zeigen schon eine sehr besondere und mythische Atmosphäre.
AntwortenLöschener zieht einen magisch an und ich werde ihn garantiert nochmal besuchen.
LöschenJa, deine Bilder wirken wirklich wie aus einem Märchenfilm. Ein ganz besonderer Ort ist das!
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Christine
freut mich wirklich sehr, dass sie dir so gut gefallen.
LöschenBeautiful Place!
AntwortenLöschenBjxxx,
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Such abandoned cemeteries are truly special places for me; they radiate something magical.
LöschenRomy apesar de está abandonado ele está em volta pela natureza, Romy bjs.
AntwortenLöschenE mesmo quando a natureza toma conta, tudo se harmoniza de forma magnífica.
LöschenHuhu Romy,
AntwortenLöschenein interessanter Ort und ja, ich habe auf jeden Fall Interesse an einem weiteren Teil. :)
Eine schöne Woche und herzliche Grüße, Tati
dann werde ich mich wohl nochmal auf Entdeckungsreise begeben müssen.
LöschenWas für ein besonderer Ort. Die verwitterten Grabstellen wirken beinahe schon geheimnisvoll. Ich mag die Atmosphäre auf Friedhöfen - auch wenn sich das seltsam anhört. Vielen Dank, dass du uns auf deinen Streifzug mitgenommen hast, alles Liebe, x S.Mirli
AntwortenLöschenhttps://www.mirlime.at
Bei euch in Österreich gibt es bestimmt auch sowas in der Art zu entdecken.
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